5. NordLogistik in Kiel

Kiel, 25. April 2015

Hinterm Horizont geht`s weiter….?

- Logistikbranche im Norden entwickelt sich weiter
- Infrastruktur als Voraussetzung für Wirtschaft und Logistik
- Beschleunigte Verfahren für Infrastrukturprojekte
- Bessere Verteilung des Verkehrs auf der Fläch
- Mehr Volumen und Gewicht auf der Straße
- Auszeichnung: „Bester Azubi des Nordens“


Das sind die Schlagworte der NordLogistik, die am Wochenende zum fünften Mal in Kiel ausgerichtet wurde.

An die 200 Unternehmer und Gäste aus der Logistikbranche Schleswig-Holsteins und Hamburgs konnte Peter Boyens, Präsident des Unternehmensverbandes Logistik S-H, im Terminal des Norwegenkais begrüßen. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich unter anderem der Oberbürgermeister der Stadt Kiel Dr. Ulf Kämpfer, der Geschäftsführer des Kieler Hafens, Dr. Dirk Claus und Dipl.-Ing. Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr S-H. Geprägt durch ihre berufliche Tätigkeit hoben die Fachleute die Bedeutung der Logistik für die Stadt Kiel, den Hafen und für den ganzen Norden hervor.
Der diesjährige Hauptredner, Dr. Dominik Groll vom Kieler Weltwirtschaftsinstitut, gab den Logistikern des Nordens Hoffnung für die Zukunft. „Die Logistik in Deutschland und im Norden wird auch weiterhin ihre führende Position in der Welt behaupten können. Das sei aber von verschiedenen Faktoren abhängig. Das Weltwirtschaftswachstum wird sich, trotz einer schwächeren Entwicklung Russlands und Chinas, zwischen 3,5 und 3,8% bewegen. Der Anstieg des privaten Konsums in Deutschland ist so groß wie seit 20 Jahren nicht mehr. Bedingt durch den Ölpreisrückgang steigt automatisch die Kaufkraft; hinzu kommt die Niedrigzinsphase, die noch einige Jahre andauern wird. So geht Groll von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 1,8% und 2016 von 2,0% aus. Für die Mittelfristprognose, die sich über einen Zeitraum von fünf Jahren erstreckt, prognostiziert das Weltwirtschaftsinstitut keine strukturellen Probleme für Deutschland und den Norden. Wie auch in vielen anderen Wirtschaftszweigen muss sich die Logistik kontinuierlich weiterentwickeln und spezialisieren, da „einfache Lösungen von der Stange“ zunehmend von osteuropäischen Unternehmen übernommen werden. Diese haben mittlerweile im überregionalen Wirtschaftsverkehr zweistellige Zuwachsraten zu verzeichnen.

Logistik braucht eine intakte Infrastruktur, um die Wirtschaft im Land „bedienen“ zu können. Zu lange Genehmigungsverfahren wirken sich jedoch negativ auf unseren Wirtschaftsstandort aus. Da waren sich alle einig: „Acht Jahre Planung für eine neue Rendsburger Kanalbrücke sind einfach zu lang!“

Die vorhandene Infrastruktur muss besser genutzt werden. „Es gibt Zeiten, da ist besonders viel los und ein anderes Mal sind die Straßen menschenleer.“ Alle am Verkehr beteiligten, aber auch das produzierende Gewerbe, müssen sich intelligenten Systemen anschließen, die den Verkehr besser verteilen.

Um den Verkehr und die Umwelt weiter zu entlasten müssen die Transporteinheiten vergrößert werden. „Deshalb brauchen wir im Güterverkehr auf der Straße, wie bei der Schifffahrt, größere Ladeeinheiten mit höheren Gewichten. Dieser Aspekt sollte bei zukünftigen Infrastrukturprojekten berücksichtigt werden.

Bereits am 11. April fand auf dem Übungsgelände der Straßenverkehrsgenossenschaft in Neumünster der Wettbewerb „Bester Auszubildender des Nordens“ in der Kategorie Berufskraftfahrer statt. Die diesjährigen Gewinner sind:

1. Platz Herr Remo Czok Boyens Spedition, Weddelbrook

2. Platz Herr Stefan Meggers Fuhrbetrieb Danielsen, Brokstedt

3. Platz Herr Benjamin Peters Sprint Transport GmbH, Neumünster

Fotogalerie NL 2015

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